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Persönlichkeit

Mentaltraining – genialer Zugang zu mehr Glück und Erfolg?

Multitasking mit ständigem Kontextwechsel, Tempo und Druck im Beruf wie privat sind allgegenwärtig. Der Alltag verlangt uns viel ab. Wie damit umgehen? Zum Beispiel, indem wir eine uralte menschliche Eigenschaft aktivieren – unsere mentale Stärke.

Wie können wir diese Schlüsselkompetenz in uns aufspüren, hervorlocken, trainieren und stark machen? Eine gute Möglichkeit dafür ist die WIFI-Ausbildung für „Mentales Training“.
Weil: „Mentales Training ist nicht nur für gezieltes, bewusstes Arbeiten samt Stress-Bewältigung essenziell. Es ist auch für die Lebensqualität insgesamt wichtig – um als Mensch erfolgreich und glücklich zu sein.“ Johannes Gosch sagt uns, warum das so ist. Und wie man dazu kommt.
Portraitfoto Johannes Gosch
Johannes Gosch, WIFI-Lehrgangsleiter, ist Sportwissenschaftler, Mentalcoach im Spitzen- und Nachwuchssport, Entspannungs- und Achtsamkeitstrainer, Dipl. Yogatrainer sowie Leiter einer Beratungsstelle für Sportpsychologie und Sportwissenschaften.

Mentales Training – Fokus auf die „Innenwelt“


Wie bekomme ich Zugang zum Potenzial, das in mir schlummert? Wie entdecke ich, wer ich bin, was ich kann und wo ich im Leben hinwill? Wie finde ich zu mir und zu mehr Resilienz?
„Wir sind andauernd ins Außen gelenkt und gerichtet. Wir gehen in der Welt rund um uns herum auf und merken gar nicht, dass uns die Reize aus dem Außen voll ausfüllen und gefangen nehmen“, meint Johannes Gosch. Unsere Aufmerksamkeit ist aufs Handy, auf Produktivität, auf stressiges Tun und Funktionieren gerichtet.
„Aber wer sind wir als Mensch? Was macht uns als Menschen aus“, fragt er und bringt dazu unser „Innenleben“ ins Spiel. „Im Gegensatz zu Maschinen und der KI haben wir auch ein „Innen“, wir können uns bewusst wahrnehmen und spüren.“ Und wir sind auch soziale Wesen. „Wir können uns selbst und gegenseitig wertschätzen, uns aufbauen.“

Mentale Stärke lernen, kognitive Kontrolle aufbauen

 

„Viele kommen in die WIFI-Lehrgänge Mentales Training, weil sie sich bewusst sind, dass sie so nicht weiterkönnen. Sie wissen nur nicht, WIE sie ihre Resilienz für mehr Glück und Wohlbefinden aufbauen sollen“, berichtet der Lehrgangsleiter. „Im Laufe der Ausbildung wird ihnen vieles bewusst, sie lernen massiv dazu. Zudem bekommen sie spezielle Tools und Techniken an die Hand, um gute Selfcare zu betreiben. Auch im Umgang mit der rasanten Technisierung und all den Veränderungen rundherum.“

„Kognitive Kontrolle (KK im Gegensatz zur Künstlichen Intelligenz KI) bezeichnet die menschliche Fähigkeit, das eigene Verhalten, die eigene Erlebniswelt und die eigenen kognitiven Prozesse zielgerichtet zu steuern und zu kontrollieren.“ – Mag. Johannes Gosch
Gehirn in den Händen, Konzept für mentale Gesundheit
Mentales Training – Fokus auf die „Innenwelt“

Probleme hat es immer gegeben


„Mentales Training ist nicht mit Positiv-Denken gleichzusetzen“, so Gosch im Klartext: „Krisenbewältigung gehörte schon immer zum Leben dazu.“ Österreich hat sich Wohlstand erarbeitet – durch Krisen und schwere Situationen hindurch. Das Überwinden von Herausforderungen und Schwierigkeiten ist seit Jahrtausenden im genetischen Programm der Menschen verankert.

Werkzeuge für Mentale Stärke


„Was ist das Wesentliche im Leben, die Essenz?“, fragt der Mentaltrainer und antwortet: „Das Menschsein.“ Was aber können wir Menschen alles, was wir in der Hektik des Lebens vielleicht schon vergessen haben? Worauf wir unsere Achtsamkeit stärker richten können?
Sehen, Hören, Riechen, Schmecken, Spüren zum Beispiel. Oder dankbar sein. In die Stille gehen, sich wahrnehmen, entspannen. Musik genießen. Miteinander face-to-face sein, sich umarmen, berühren, empathisch und mitfühlend sein. Atmen – „ein facettenreiches Tor zu einem selbst“, so Gosch. Unsere Vorstellungskraft, unsere Imagination nutzen, um neue Zuversicht und neue Bilder zu kreieren – im Gegensatz zu allem Schrecklichen, was einem medial ununterbrochen begegnet. Die Natur nutzen – „ja, es gibt sie noch, die Natur“, schmunzelt Johannes Gosch. „Auch Wald, Wiesen und Pflanzen lassen sich bewusst nutzen.“
Gehirntraining
Mentales Training ist nicht nur für gezieltes, bewusstes Arbeiten samt Stress-Bewältigung essenziell. Es ist auch für die Lebensqualität insgesamt wichtig – um als Mensch erfolgreich und glücklich zu sein.

Fazit? – Mentales Training kultiviert viel:

 

  • Die achtsame Rückbesinnung auf uns selbst, auf unser Innenleben, unser Spüren, unsere Imaginationsfähigkeit, unsere Empathie und Wertschätzung PLUS
  • das Erleben von analoger Gemeinschaft abseits digitaler Kanäle zusammen mit
  • dem Erleben von Natur.

Und das alles mit dem Ziel, auch Krisen resilient bewältigen und unbeschadet daraus hervorgehen zu können.

Mentale Stärke ist eine Schlüssel-Kompetenz fürs Leben! Mehr denn je. Das WIFI Steiermark unterstützt Sie dabei, diese Fähigkeit wieder zu erlernen:

 

Mentale Stärke im Alltag: Konkrete Tipps von Mag. Johannes Gosch:


1.: Atmen! „Sobald Sie Ihren eigenen Atem beobachten, sind Sie bei sich.“ Und ruhiger wird man dadurch auch. Die „Anwendung“ lässt sich steigern:
„Sie können sich auch ganz bewusst mit Ein- … und Ausatmen … und Atempausen beschäftigen …  und zum Beispiel doppelt solange ein- als ausatmen. Oder den Atem in unterschiedlichen Körperregionen bzw. Atemräume lenken. Wenn Sie sich dazu noch vorstellen können, dass dadurch jede Zelle mit frischem Sauerstoff versorgt wird – spüren Sie die Ruhe, die sich dadurch in Ihnen aufzubauen begonnen hat …?“

2.: Mini- oder Mikropausen helfen, kurz abzuschalten. Im beruflichen Alltag sehr beliebt sind dafür Kaffee- oder Tee-Pausen mit Menschen, die einem guttun und keinen zusätzlichen Stress heraufbeschwören. Johannes Gosch selbst hat noch eine Idee dazu: Das bewusste Trinken von Wasser, Schluck für Schluck für Schluck für Schluck … Merken Sie, wie das schon beim Lesen beruhigt? Zusätzlich beugt das der im Winter leicht auftretenden leichten Dehydrierung vor (wenn’s kalt ist, haben wir oft weniger Durst).
Und noch etwas: Durch das Trinken wird der Parasympathikus angeregt – das ist jener Teil des Nervensystems, der für die Entspannung zuständig ist.

3.: „Lassen Sie sich, sofern Sie eine Badewanne haben, einfach ein Entspannungsbad ein und genießen die Zeit im wohlig warmen Wasser“, meint der Entspannungs-und Achtsamkeitsprofi. Auch warme Fußbäder können Wunder wirken, weil der Stress sich oft auch in Durchblutungsstörungen und damit in kalten Füßen zeigt.

4.: Für reine Kopfmenschen: Schauen Sie sich Ihr Entspannungs- und Stress-Management an, gehen Sie Ihre Zeitplanung durch. Wie ist der Tag vollgepackt und strukturiert? Durchforsten Sie Ihre Termine auf Notwendigkeit und setzen Sie Prioritäten.

5.: „Man kann auch Akupressurpunkte drücken, die der Entspannung förderlich sind“, erklärt der WIFI-Lehrgangsleiter. „Einer der Punkte befindet sich an der Handwurzelfalte drei Finger breit körpereinwärts. Aber das muss man sich natürlich genau anschauen.“
Bildcredits: © Daniel - stock.adobe.com (Header), © Oliver Wolf (Portrait Johannes Gosch), © Nacer - stock.adobe.com (Gehirn in den Händen), © Irina Kozel - stock.adobe.com (Gehirntraining)
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