Diplomlehrgang Mediation Diplomlehrgang Mediation
Diplomlehrgang Mediation

Mediation ist ein kooperatives Verfahren zur Konfliktregelung auf freiwilliger Basis. Ziel ist eine rechtsgültige, an den Interessen der Streitparteien orientierte, konsensuale Vereinbarung. Rechtlich-wirtschaftliche und emotional-psychodynamische Aspekte finden gleichrangige Beachtung.

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1 Kurstermin
22.01.2021 - 22.01.2022 Wochenendkurs
WIFI Süd
Verfügbar
Teilzahlung: 20 x 260,00 EUR
Einmalzahlung: 4.900,00 EUR
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Fr 14.00-22.00, Sa 9.00-17.00
Kursdauer: 230 Stunden
Stundenplan

Seering 8
8141 Premstätten

Kursnummer: 1452020
1 Infotermin
15.12.2020 Abendkurs
WIFI Süd
Verfügbar
kostenlos
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Di 18.30-20.00
Kursdauer: 2 Stunden
Stundenplan

Seering 8
8141 Premstätten

Kursnummer: 1453020
02.10.2020 - 16.10.2021 Wochenendkurs
WIFI Süd
Teilzahlung: 20 x 260,00 EUR
Einmalzahlung: 4.900,00 EUR

Fr 14.00-22.00, Sa 9.00-17.00
Kursdauer: 230 Stunden
Stundenplan

Seering 8
8141 Premstätten

Kursnummer: 1452010

Diplomlehrgang Mediation

Als MediatorIn handeln Sie als neutrale dritte Person die zwischen Konfliktparteien vermittelt und ihnen dabei hilft, eine tragfähige, einvernehmliche und zukunftsorientierte Lösung zu erarbeiten. Mediatoren arbeiten je nach Spezialisierung erfolgreich in den Bereichen Wirtschaft, Familie (Stichwort Scheidungsmediation), Umwelt, Politik, Schule und im interkulturellen Kontext.
Der Lehrgang vermittelt ausgehend von dem Grundkonzept und den Werkzeugen der Mediation Methoden für das Konfliktmanagement im eigenen Arbeitsumfeld sowie die Kompetenz zur Konfliktanalyse und der Einleitung daraus resultierender Maßnahmen. Der Erwerb von Tools für die Arbeit mit und in Teams, Moderationstechniken sowie psychologische Aspekte der Konfliktbearbeitung runden die Mediationsausbildung ab.
AbsolventInnen mit juristischem und wirtschaftlichem Quellberuf sind zur Eintragung in die Liste der Zivilrechtsmediatoren berechtigt, alle anderen Berufsgruppen können mit der anschließenden Absolvierung des „Aufbaulehrgangs Mediation“ ebenfalls in die Liste der Zivilrechtsmediatoren eingetragen werden.
 

Mediation

Mediation ist ein kooperatives Verfahren zur Konfliktregelung auf freiwilliger Basis. Ziel ist eine rechtsgültige, an den Interessen der Streitparteien orientierte, konsensuale Vereinbarung. Rechtlich-wirtschaftliche und emotional-psychodynamische Aspekte finden gleichrangige Beachtung. Dadurch werden zufriedenstellende und tragfähige Konfliktlösungen gefördert. Mediation wird bereits in vielen Bereichen mit Erfolg eingesetzt wie z.B.: in Familienkonflikten, Scheidungskonflikten, Erbschaftsstreitigkeiten, Konflikten in Schulen und andere öffentlichen Institutionen, im kommunalen Bereich z.B. bei Nachbarschaftskonflikten, bei Umweltkonflikten und Konflikten uim wirtschaftlichen Bereich (usw.). Weiters setzen Führungskräfte die Werkzeuge der Mediation ein und tragen so zur Entwicklung einer Konfliktkultur innerhalb ihres Unternehmens bei. 

 

Berufsbild

MediatorInnen sind in Österreich mittlerweile seit fast zwei Jahrzehnten in familiären, wirtschaftlichen und öffentlichen Konflikten tätig. Durch das Zivilrechts-Mediationsgesetz wurde die Mediation 2004 auch gesetzlich verankert.
MediatorInnen sind aber auch innerhalb von Unternehmen tätig (interne Mediation) bzw. wenden sie ihr Wissen als Führungskräfte, in Personalabteilungen oder im Rahmen von Beschwerdemanagement an und tragen so zur Entwicklung einer unternehmensinternen Konfliktkultur bei.
Eine Mediationsausbildung ermöglicht weiters Personen, die beruflich mit Konflikten konfrontiert sind, den Erwerb zusätzlicher Handwerkszeuge und Haltungen für den Grundberuf und führt so zu einer Kompetenzerweiterung für diese Berufsgruppen (z. B.: RechtsanwältInnen, UnternehmensberaterInnen, SteuerberaterInnen, PsychologInnen, PsychotherapeutInnen, DiplomsozialarbeiterInnen).
Die Anwendung mediativer Techniken durch Führungskräfte schafft in Unternehmungen ein Umfeld für einen effizienten und reibungslosen Arbeitsablauf.
 

Anerkennung des Lehrgangs

Der Mediationslehrgang entspricht der Zivilrechts-Mediations-Ausbildungsverordnung und das WIFI ist eine anerkannte Ausbildungseinrichtung beim Bundesministerium für Justiz.
Es besteht die Möglichkeit (je nach Grundberuf) der Eintragung in die Liste der Zivilrechtsmediatoren nach Abschluss des Lehrgangs bzw. die Ausübung der Mediation über Gewerbeschein für Unternehmensberatung oder Lebens- und Sozialberatung eingeschränkt auf Mediation. 

Lehrgangsmodus

Der zweisemestrige Diplomlehrgang Mediation umfasst 13 Ausbildungsblöcke im Ausmaß von 26 Seminartagen und ist auf die gesetzlichen Erfordernisse der verschiedenen Quellberufe hinsichtlich der Eintragung in die Liste der Zivilrechtsmediatoren abgestimmt. 
Der Aufbaulehrgang Mediation im Ausmaß von 7 Seminarblöcken bzw. 136 Stunden bietet die Möglichkeit, Inhalte und Handlungskompetenzen zu vertiefen und ermöglicht es TeilnehmerInnen ohne Quellberuf sich in die Liste der Zivilrechtmediatoren eintragen zu lassen.

Durch verschiedene Lernsysteme und ein multiprofessionelles Trainerteam werden auf der Basis der mediativen Grundhaltung die Techniken und der Ablauf der Mediation vermittelt. Die Gesamtstundenanzahl für den/die Diplom- MediatorIn beträgt 230 Stunden.

Zeiten
Fr 14.00-22.00, Sa 9.00-17.00. Frei vereinbart werden die Kleingruppensupervision, 3 Stunden Einzelsupervision sowie die Arbeit in der Peergroup.
Die einzelnen Module finden im Abstand von 4 bis 6 Wochen statt. Die Supervisionseinheiten sind im Lehrgangspreis enthalten.

Module

Diplomlehrgang Mediation - Basisausbildung für alle TeilnehmerInnen

Einführung in die Mediation
16 Stunden

  • Grundzüge und Entwicklung der Mediation
  • Grundannahmen und Leitbilder
  • Prinzipieller Ablauf der Mediation

Ablauf und Stufen der Mediation 1
16 Stunden

  • Verfahrensablauf, Phasen der Mediation 1-3
  • Auftragserklärung
  • Interessen und Bedürfnisse

Ablauf und Stufen der Mediation 2
16 Stunden

  • Verfahrensablauf, Phasen der Mediation 3-6
  • Lösungsfindung
  • Abschluss und Vereinbarung

Kommunikationstechniken und Mediatives Handwerkzug 1
16 Stunden

  • Grundtechniken und Fragetechniken der Mediation
  • Gesprächsführung und Moderation in Konfliktsituationen

Kommunikationstechniken und Mediatives Handwerkzeug 2
16 Stunden

  • Problemorientiertes vs. ressourcenorientiertes Fragen in der Mediation
  • Gesprächs- und Verhandlungsführung in Konfliktsituationen

Psychologie der Konfliktregelung

16 Stunden

  • Einführung in die Persönlichkeitstheorien
  • Grundlagen der Gruppenpsychologie
  • Psychosoziale Interventionsformen
  • Genderthematik

Wirtschaftsmediation
16 Stunden

  • Spezielle Interventionen in der Wirtschaftsmediation
  • Konfliktanalysen und Interventionsformen
  • Besonderheiten des wirtschaftlichen Kontexts

Nonverbale Kommunikation
16 Stunden

  • Arten und Bedeutung nonverbaler Kanäle
  • Selbsterfahrung nonverbaler Handlungsspielräume

Konfliktanalyse und systemisches Denken
16 Stunden

  • Theorien und Methoden der Konfliktanalyse
  • Haltung und systemisches Denken
Rollenverständnis, Haltung und rechtlicher Rahmen
17 Stunden
  • Ethische Fragen der Mediation, Rollenverständnis
  • Haltung, Selbstbild und Menschenbild
  • Rechtlicher Rahmen der Zivilrechtsmediatin
Mediatives Arbeiten in und mit Teams
16 Stunden
 
  • Gesprächsführung und Moderation in Teams
  • Gestaltungen der Mediation
  • Ökonomische Aspekte
  • Grundlagen der Gruppenpsychologie
 

Selbsterfahrung für MediatorInnen
16 Stunden

  • Wahrnehmung der Situation der KlientInnen
  • Rollen- und Perspektivenwechsel
  • Reflexion der eigenen sozialen Identität

Supervision und Praxistransfer
16 Stunden

  • Praxissupervision
  • Bearbeitung von Fragen
  • Begleitung beim Übertritt in die Praxis
  • Anregungen zur Weiterentwicklung

 

Frei vereinbart werden

Einzelsupervision
3 Stunden

Peergrouparbeit
10 Stunden

  • Durch TeilnehmerInnen selbst organisierte Kleingruppen zur Übung und Vertiefung

Praxisfall und Abschlussarbeit
8 Stunden

  • Bearbeiten eines eigenen Praxisfalls
  • Reflexion
  • Dokumentation (Abschlussarbeit)
  • Arbeit in Co-Mediation ist möglich


Aufbaulehrgang Mediation

Die Praxis der Familienmediation
16 Stunden

  • Arbeit in der Scheidungs- und Familienmediation
  • Rechtliche und ökonomische Aspekte

Selbsterfahrung für MediatorInnen
16 Stunden

  • Gruppenselbsterfahrung
  • Rollen- und Perspektivenwechsel
  • Eigene Wahrnehmung und Konflikten

Die Praxis der Schulmediation
16 Stunden

  • Interventionsformen und Besonderheiten
  • Konfliktanalyse im Schulkontext
  • Rolle und Haltung

Die Praxis der interkulturellen Mediation
16 Stunden

  • Interkulturelle Arbeit: Leitbilder, Verfahrensablauf
  • Gestaltung und ethische Fragen
Die Praxis der Mediation im öffentlichen Bereich
16 Stunden
  • Interventionen und Vorgangsweisen
  • Rolle, Haltung und Arbeitsformen
  • Rechtliche und ökonomische Aspekte

Das Recht in der Mediation - Vertiefung
17 Stunden

  • Rechtliche Bestimmungen
  • Bedeutung des Rechts in den verschiedenen Anwendungsbereichen
  • Umgang mit dem Recht

 

Frei vereinbart werden

Supervision und Praxistransfer
16 Stunden

  • Praxissupervision
  • Bearbeitung von Fragen
  • Begleitung beim Übertritt in die Praxis
  • Anregungen zur Weiterentwicklung

Peergrouparbeit
14 Stunen

  • Durch TeilnehmerInnen selbst organisierte Kleingruppen zur Übung und Vertiefung

Praxisfall und Abschlussarbeit
9 Stunden

  • Bearbeiten eines eigenen Praxisfalls
  • Reflexion
  • Dokumentation (Abschlussarbeit)
  • Arbeit in Co-Mediation ist möglich

ECTS -Akkreditierung

Der Diplomlehrgang Mediation ist mit 26 ECTS (wba) akkreditiert. Details finden Sie hier.
Der Aufbaulehrgang Mediation ist mit 12,5 ECTS akkreditiert. Details finden Sie hier.

Der Diplomlehrgang ist eine fundierte Mediationsausbildung und vermittelt Ihnen die Fähigkeiten, die zur Durchführung und Anleitung einer konstruktiven Konfliktlösung notwendig sind.

Sie erwerben folgende Kompetenzen eines Mediators/ einer Mediatorin:

Theoretische Kompetenz
Hintergrundwissen über Struktur und Ablauf der Mediation sowie über Techniken und Interventionen

Handlungskompetenz
Fähigkeit, dieses Wissen auch umzusetzen und anzuwenden sowie einen kreativen Umgang mit den Situationen der Praxis

Haltung und Berufsethik
Grundhaltung des/der Mediators/-in und die Haltung Menschen gegenüber als Basis und Grundlage der Mediation

Um diese zentralen Kompetenzen eines Mediators/einer Mediatorin zu vermitteln, wird im Lehrgang mit verschiedenen Lernsystemen (von Theorieinputs bis hin zu Rollenspielen) gearbeitet.
 

Die Lehrgänge für Mediation wendet sich an Personen, die

  • als Mediator/Mediatorin (Vermittler/-in) tätig sein wollen
  • Führungskräfte, die mediative Techniken im Führungsalltag zielführend einsetzen wollen
  • im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeit die Werkzeuge der Mediation für den Umgang mit Konflikten benötigen
  • ihr Verhaltensrepertoire in Konflikten erweitern wollen
  • eine abgeschlossene Berufsausbildung ev. auch Berufserfahrung mitbringen
  • das Orientierungsgespräch positiv absolvieren
  • die Bereitschaft zur Reflexion und persönlichen Weiterentwicklung haben
 

Orientierungsgespräch

Die Orientierungsgespräche werden in Form von Einzelgesprächen durch jeweils eine der 3 Lehrgangsleiterinnen durchgeführt. Ziel dieser Gespräche ist es, genau abzuklären, ob das tatsächliche Angebot des Lehrganges mit den Erwartungen und Anforderungen der InteressentInnen übereinstimmt.