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Kälte-, Klima- & Wärmepumpentechnik - Basis A2 mit Wärmepumpentechniker-Zertifizierung
- 30% der Lehrgangskosten (exklusive Zertifizierungskosten Wärmepumpentechniker) sind durch die Steirische Wirtschaftsförderungs-gesellschaft m.b.H. (SFG) förderbar, ein Berechnungsbeispiel und weitere wichtige Hinweise finden Sie weiter unten in den FAQs bzw. auf der Website der SFG.
- https://www.sfg.at/f/weiterbildung-mit-weitblick/
Der fachgerechte Umgang mit Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen erfordert technisches Fachwissen, praktische Fertigkeiten und die Einhaltung gesetzlicher Sicherheits- und Umweltvorschriften. Insbesondere der zunehmende Einsatz moderner Wärmepumpensysteme und natürlicher Kältemittel wie Propan (R-290) stellt zusätzliche Anforderungen an Fachkräfte der Installations- und Gebäudetechnik.
Dieser kompakte, praxisorientierte Intensivlehrgang vermittelt die erforderlichen theoretischen Kenntnisse und praktischen Fertigkeiten für die fachgerechte Durchführung kältetechnischer Arbeiten sowie für die Planung, Dimensionierung und effiziente Umsetzung moderner Wärmepumpenanlagen. Er richtet sich insbesondere an ausgebildete Installations- und Gebäudetechniker, die ihre vorhandenen Fachkenntnisse gezielt um kältetechnische Kompetenzen erweitern und zusätzliche Qualifikationsnachweise erwerben möchten.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis des Kältekreislaufs, dem sicheren Umgang mit fluorierten und brennbaren Kältemitteln, der Durchführung kältetechnischer Service- und Wartungsarbeiten sowie der normgerechten Planung und hydraulischen Einbindung von Wärmepumpensystemen.
Ergänzend beinhaltet die Ausbildung eine Hartlötausbildung mit gesonderter Qualifizierungsprüfung. Durch zwei zusätzliche Ausbildungstage werden die Kompetenzen in der Wärmepumpentechnik gezielt vertieft und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Zertifizierung zum Wärmepumpentechniker bzw. Wärmepumpeninstallateur vorbereitet.
Die modernen Labor- und Ausbildungsanlagen im Center of Excellence am WIFI Steiermark ermöglichen eine intensive, anwendungsorientierte Ausbildung mit hohem Praxisbezug.
Inhalte
1. Theoretische und praktische A2-Fachausbildung – 45 Stunden (5 Tage)
Gesetzliche und normative Grundlagen, Gesundheits- und Umweltschutz, Thermodynamik, Kältekreislauf, Kältemittel und deren Eigenschaften, kältetechnische Komponenten und Ausrüstungsteile sowie Grundlagen der Anlagenfunktion und Energieeffizienz.
Praktische Anwendung von Mess- und Prüfgeräten, Druck- und Dichtheitsprüfungen, Evakuierung, Kältemittelrückgewinnung und Befüllung, Wartung und Instandhaltung sowie praktische Übungen an Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen.
Besonderes Augenmerk wird auf den sicheren Umgang mit brennbaren Kältemitteln, insbesondere R-290, gelegt.
2. Hartlötausbildung und Qualifizierung – 16 Stunden (2 Tage)
Arbeitsschutz, Werkstoff- und Lotkunde, Rohrvorbereitung, fachgerechtes Flammhartlöten, Stickstoffspülung und praktische Übungen zur Herstellung von Rohrverbindungen.
Abschluss durch eine gesonderte Hartlötqualifizierungsprüfung gemäß ÖNORM EN ISO 13585 im vorgesehenen Prüf- und Geltungsbereich.
3. A2-Personenzertifizierungsprüfung – 8 Stunden (1 Tag)
Theoretische und praktische Einzelprüfung zu Rechtsvorschriften, kältetechnischen Grundlagen, Anlagenservice, Dichtheitskontrolle, Kältemittelrückgewinnung und Befüllung, Arbeitssicherheit, Komponenten und Dokumentation.
Die Prüfung erfolgt nach den Vorgaben der zuständigen Prüf- bzw. Zertifizierungsstelle.
4. Wärmepumpentechnik – Planung, Dimensionierung, Hydraulik und Zertifizierung – 2 Tage
Vertiefende Fachausbildung zur Planung, Auslegung und effizienten Umsetzung moderner Wärmepumpenanlagen mit folgenden Schwerpunkten:
- Komponenten und Funktionsweise von Kältekreisläufen
- Kältemittel, deren Eigenschaften sowie die neue F-Gas-Verordnung
- Leistungszahl (COP) und Jahresarbeitszahl (JAZ)
- Energielabel (ErP) und relevante Kennwerte
- Wärmepumpensysteme und deren Einsatzmöglichkeiten
- Planung und Auslegung der Wärmequellen (Luft, Wasser und Erdwärme)
- Dimensionierung nach ÖNORM H 12828:2023-01 und hydraulische Einbindung
- Warmwasserbereitung mit Wärmepumpen
- Kombination mit Photovoltaik- und solarthermischen Anlagen
- Gesetze, Normen und aktuelle Förderrichtlinien
- Aufstellungserfordernisse für Wärmepumpen mit brennbaren Kältemitteln (z. B. Propan)
- Schall: Berechnung, Planung und gesetzliche Maßnahmen für Aufstellung von Wärmepumpen
Die Ausbildung beinhaltet die gezielte Vorbereitung auf die Zertifizierungsprüfung zum Wärmepumpentechniker bzw. Wärmepumpeninstallateur. Die zugehörige Prüfung wird im Rahmen des kombinierten Ausbildungsmodells nach den Vorgaben der WIFI Zertifizierungsstelle vorgesehen.
Prüfung und Qualifizierung
Die Ausbildung verbindet drei eigenständige Qualifikationsbereiche:
1. A2-Personenzertifizierung
Die Ausbildung bereitet auf die A2-Personenzertifizierung gemäß Durchführungsverordnung (EU) 2024/2215 vor.
Die A2-Zertifizierung umfasst die in der Verordnung vorgesehenen Tätigkeiten an entsprechenden Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen mit einer Kältemittelfüllmenge von weniger als 3 kg beziehungsweise bei hermetisch geschlossenen und entsprechend gekennzeichneten Anlagen von weniger als 6 kg.
Voraussetzung für die Ausstellung des Personenzertifikats ist die erfolgreiche Absolvierung der theoretischen und praktischen Prüfung sowie die Erfüllung der geltenden Zertifizierungsanforderungen.
2. Hartlötqualifizierung
Die Ausbildung beinhaltet eine eigenständige Hartlötqualifizierung gemäß ÖNORM EN ISO 13585. Die erfolgreiche Absolvierung der entsprechenden Prüfung ist Voraussetzung für die Ausstellung des Qualifikationsnachweises. Die Qualifizierung erfolgt im festgelegten Prüf- und Geltungsbereich.
3. Zertifizierter Wärmepumpentechniker
Die ergänzende Fachausbildung bereitet auf die Zertifizierung „ÖKO-Energietechniker – Wärmepumpe“ der WIFI Zertifizierungsstelle vor.
Die Zertifizierung bestätigt die fachlichen Kompetenzen in der Planung, Dimensionierung und Umsetzung energieeffizienter Wärmepumpenanlagen.
Die Ausstellung des Personenzertifikats erfolgt nach erfolgreicher Absolvierung der vorgesehenen Zertifizierungsprüfung und Erfüllung der geltenden Zertifizierungsvoraussetzungen.
Die Zertifizierung stellt einen eigenständigen Kompetenznachweis dar und ersetzt keine allenfalls erforderliche gewerberechtliche Berechtigung.
Ihr Nutzen
Sie erweitern Ihre vorhandene technische Ausbildung gezielt, um die für moderne Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen erforderlichen Fachkenntnisse und praktischen Fertigkeiten.
Der kombinierte Intensivlehrgang verbindet kältetechnische Grundlagen, praktische Anlagenarbeiten, Hartlötqualifizierung und die fachgerechte Planung und Dimensionierung von Wärmepumpenanlagen in einem abgestimmten Ausbildungskonzept.
Innerhalb von zehn Veranstaltungstagen erhalten Sie eine praxisorientierte Fachausbildung mit der Möglichkeit, drei eigenständige Qualifikationsnachweise zu erwerben:
- A2-Personenzertifizierung für kältetechnische Arbeiten im zulässigen Umfang
- Hartlötqualifizierung gemäß ÖNORM EN ISO 13585
- Personenzertifikat „ÖKO-Energietechniker – Wärmepumpe“ als zertifizierter Wärmepumpentechniker bzw. Wärmepumpeninstallateur
Damit schaffen Sie die fachlichen Voraussetzungen, um Ihr bestehendes Tätigkeitsfeld in der Installations- und Gebäudetechnik sowohl um kältetechnische Arbeiten als auch um die qualifizierte Planung und Umsetzung moderner Wärmepumpensysteme zu erweitern.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erweitern ihre vorhandenen technischen Kenntnisse und erwerben praxisorientierte Fertigkeiten in folgenden Bereichen:
- Grundlagen der Thermodynamik und kältetechnischer Prozesse
- Aufbau, Funktion und Zusammenwirken der Komponenten von Kälte-, Klima- und Wärmepumpenanlagen
- Gesetzliche Vorschriften, Normen sowie Gesundheits-, Sicherheits- und Umweltschutzbestimmungen
- Eigenschaften und sicherer Umgang mit fluorierten und natürlichen Kältemitteln, insbesondere R-290
- Anwendung kältetechnischer Mess- und Prüfverfahren sowie Durchführung von Druck-, Dichtheits- und Vakuumprüfungen
- Fachgerechte Rückgewinnung und Befüllung von Kältemitteln
- Wartung, Instandhaltung und grundlegende Servicearbeiten an kältetechnischen Anlagen
- Herstellung fachgerechter Rohrverbindungen durch Hartlöten
- Auswahl, Planung und Dimensionierung moderner Wärmepumpensysteme
- Auslegung der Wärmequellen Luft, Wasser und Erdreich
- Dimensionierung und hydraulische Einbindung gemäß ÖNORM H 12828
- Bewertung der Energieeffizienz anhand von Leistungszahl (COP) und Jahresarbeitszahl (JAZ)
- Warmwasserbereitung sowie Kombination von Wärmepumpen mit Photovoltaik- und Solarthermieanlagen
- Schalltechnische Anforderungen und sichere Aufstellung von Wärmepumpen
- Vorbereitung auf die A2-Personenzertifizierung sowie die Zertifizierung zum Wärmepumpentechniker bzw. Wärmepumpeninstallateur
Die Ausbildung richtet sich insbesondere an ausgebildete Installations- und Gebäudetechniker, die im Bereich der Heizungs-, Wärme- und Gebäudetechnik tätig sind und ihre beruflichen Kompetenzen um kältetechnische Arbeiten sowie die fachgerechte Planung und Umsetzung von Wärmepumpenanlagen erweitern möchten.
Darüber hinaus richtet sich der Intensivlehrgang an entsprechend vorgebildete Fachkräfte aus der Elektrotechnik, Mechatronik und verwandten technischen Bereichen sowie an Haustechniker und technische Fachkräfte, die eine umfassende Zusatzqualifikation im Bereich der Kälte- und Wärmepumpentechnik anstreben.
Vorausgesetzt werden eine einschlägige technische Ausbildung und grundlegende berufspraktische Erfahrungen.
Als geeignete Qualifikationsnachweise gelten insbesondere eine abgeschlossene Lehre in der Installations- und Gebäudetechnik, Elektrotechnik oder einem vergleichbaren technischen Beruf, eine entsprechende Meister- oder Befähigungsprüfung sowie ein einschlägiger HTL-Abschluss oder eine gleichwertige technische Qualifikation.
Aufgrund des kompakten Ausbildungsumfangs ist der Lehrgang nicht für Personen ohne technische Vorbildung konzipiert.
Für die Ausstellung des Zertifikats zum Wärmepumpentechniker bzw. Wärmepumpeninstallateur sind zusätzlich die Zulassungsvoraussetzungen der WIFI Zertifizierungsstelle zu erfüllen. Dazu gehört insbesondere der Nachweis einschlägiger Berufspraxis entsprechend dem jeweiligen Bildungsabschluss und Zertifizierungsweg.
Die konkreten Voraussetzungen für die jeweiligen Zertifizierungsprüfungen sind mit den zuständigen Prüf- bzw. Zertifizierungsstellen abzustimmen.
Wichtige Hinweise zur möglichen Förderung durch die Steirische Wirtschaftsförderungs-gesellschaft m.b.H. (SFG):
- Anträge sind ausnahmslos an die SFG zu stellen. Das WIFI Steiermark unterstützt Sie gerne, ist jedoch nicht der Fördergeber und kann auch keine entsprechenden Zusagen tätigen!
- Stellen Sie Ihren Antrag, BEVOR man Ihnen eine Rechnung legt, bevor Sie diese bezahlen und bevor Ihr Kurs beginnt. Die SFG kann nur jene Kosten fördern, die NACH dem Einlangen Ihres Antrags entstehen.
- Anrechnungsstichtag ist der Tag, an dem Sie Ihren Förderungsantrag einreichen, auch wenn Sie zu Kursbeginn noch keine Förderungszusage erhalten haben.
- Es können pro Antrag mehrere Mitarbeiter:innen, Lehrlinge, Unternehmer:innen angegeben werden sowie mehrere Weiterbildungen.
- Pro Kalenderjahr können 2 Anträge je Unternehmen gestellt werden.
- Die Förderung wird nach Projektende ausgezahlt, also nach Abschluss der Weiterbildung.