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Was Fach- und Führungskräfte von Ameisen lernen können

Daimler Chrysler und Audi investieren Millionen – unter anderem in Firmenstrukturen, die Crowdsourcing ermöglichen.

Die Börsen, Wikipedia, Trivago und schließlich das Internet selbst sind typische Beispiele für das „ameisen-algorithmische“ Zusammenwirken eines Kollektivs  und damit für Schwarmintelligenz.

Was das alles mit Ameisen zu tun hat? – Ernst Kurzmann, MBA, schreibt gerade ein Buch darüber, das im Juni im renommierten F.A.Z.-Verlag erscheinen wird – und gab uns erste Einblicke in das neue „ManagemANT“:

Was Fach- und Führungskräfte von Ameisen lernen können

Ernst Kurzmann, MBA, ist selbstständiger Unternehmensberater und Wirtschaftstrainer mit jahrzehntelanger Erfahrung in den Bereichen Logistik und Vertrieb. Als Profi in Fragen des Aufbaus neuer Märkte und zudem Bestsellerautor im renommierten F.A.Z-Verlag hat er bereits tausende MitarbeiterInnen erfolgreich trainiert und gecoacht.

Herr Kurzmann, was bedeutet der von Ihnen kreierte Begriff ManagemANT?


ERNST KURZMANN, MBA: „Beginnen wir bei den Ameisen und ihrem Verhalten bei der Futtersuche – warum finden sie immer den kürzesten Weg zwischen Nest und Futterquelle? Es ist ganz einfach: Wenn mehrere Ameisen auf Futtersuche ausschwärmen, hat diejenige, die zufällig zuerst zurückkommt, offensichtlich den kürzesten Weg gefunden. Lange bevor die nächste Ameise ebenfalls zurückkommt, sind alle anderen bereits der Duftspur (Pheromone) der ersten zum Futter gefolgt – die nachkommenden Ameisen folgen also einfach der stärkeren Duftspur. Dieses Verhaltensmuster, das sich im sogenannten Ameisenalgorithmus erfassen lässt, ist Ausgangspunkt für die Herstellung von Software aller Art.“

Und was hat das nun mit Management zu tun?


ERNST KURZMANN, MBA: „Das will ich im Buch ‚ManagemANT’ zeigen – dass und wie diese Art von Schwarmintelligenz im Unternehmen erzeugt werden kann und warum dies sinnvoll ist.
Ein berühmtes Beispiel dazu:
Die wertvollste Goldmine der Welt in Kanada namens Goldcorp hatte in einem riesigen südafrikanischen Gebiet die Schürfrechte erworben, wusste aber nicht, wo man zu graben beginnen sollte. Also sammelten sie alle vorhandenen geowissenschaftliche Daten zum Gebiet, gaben diese Geodaten im Internet frei (Open Source) und hatten innerhalb von wenigen Wochen 40 neue Goldfunde gemacht.
Übertragen auf ein Unternehmen mit Mitarbeitern bedeutet dies eine komplett neue Art von Firmenphilosophie mit dem Ziel: Wie kann ich aus einer Arbeitsgruppe und einem Unternehmen mehr herausbringen als durch jede gewöhnliche Einzel- oder Gruppenleistung?“

Auf welchem Nährboden gedeiht diese sogenannte Schwarmintelligenz denn am besten?


ERNST KURZMANN, MBA: „Es braucht eine Vielfalt an Fähigkeiten in der Gruppe und damit Diversität hinsichtlich Geschlecht, Alter Kultur, Herkunft, Ausbildung etc., aber auch Vor-Ort-Wissen und mehr…
Jeder von uns verfügt über Wissen, das im Kollektiv gebraucht wird, von dem wir vielleicht aber gar nicht wissen, dass wir es wissen. Ein berühmtes Experiment zur Verdeutlichung ist das ‚Jelly Bean-Experiment’ – viele einzelne schätzen, wie viele Bonbons in einem Glas sind. Der eine schätzt 100, der nächste 1000 – und schlussendlich entscheidet der Schwarm. Das bedeutet, dass die Durchschnittsschätzung oft besser als die beste Einzelleistung ist.

Durch die Erzeugung von Vielfalt und Dezentralität unter Zuhilfenahme von Heterarchie statt Hierarchie, entsteht mit Selbststeuerung, Freiwilligkeit, Motivation und intensiviert mit Kommunikation unter den Gruppenmitgliedern kann so ein Nährboden für Crowdsourcing geschaffen werden.“

Letzte Frage. Warum die Ameisen als Basis Ihres Systems?


ERNST KURZMANN, MBA: „Sie existieren seit 130 Millionen Jahren, ihre Biomasse ist größer als die der Menschen. Ameisenstaaten funktionieren wie ein Superorganismus ohne Führer. Dasselbe sagen Neurologen auch über unser Gehirn – dass es ähnlich aufgebaut ist. In Summe können alle Synapsen und Nervenzellen, die jede einzelne für sich sehr eingeschränkte Fähigkeiten hat, so etwas wie Bewusstsein erzeugen…“

Danke für den Einblick in Ihre Gedanken, die Sie ihrem Buch „ManagemANT – Was Fach- und Führungskräfte von Ameisen lernen können“ zugrunde legen. Wir freuen uns auf mehr…!

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Fotos: WIFI Steiermark, © Fotolia biaze/ Boris Roz

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